Die Methode WohlWandeln stellt eine innovative Strategie zur konstruktiven politischen Kommunikation dar, die darauf abzielt, populistischen Aussagen durch psychologisch fundiertes Reframing zu begegnen.
Anstatt falsche Behauptungen direkt zu konfrontieren, identifiziert der Ansatz zunächst die legitimen menschlichen Bedürfnisse, die hinter einer destruktiven Aussage stehen. Durch die Verknüpfung von Kognitionswissenschaft, Gewaltfreier Kommunikation und modernen Debunking-Techniken wird ein positiver Zielrahmen geschaffen, der den sogenannten Backfire-Effekt vermeidet.
Fakten werden dabei nicht isoliert präsentiert, sondern als Mittel zur Erreichung einer gemeinsamen Vision in die Argumentation eingebettet.
Diese wissenschaftlich fundierte Methode ermöglicht es, emotionale Blockaden abzubauen und den Fokus von der Konfrontation hin zu lösungsorientierten Narrativen zu lenken. Damit dient das Konzept als praktischer Leitfaden, um die Deutungshoheit in gesellschaftlichen Debatten empathisch und faktenbasiert zurückzugewinnen.
Neben der Theorie wird auf dieser Webseite ein Tool zur "Selbst-Ermächtigung" zur Verfügung gestellt incl. einer detaillierten Anweisung zur Anwendung.
Die "WohlWandeln"-Methode ist ein systematischer Ansatz, um politische Falschinformationen oder populistische Aussagen zu dekonstruieren und mittels Reframing in konstruktive, lösungsorientierte Aussagen zu verwandeln. Sie wird als "Psychological Engineering" im Prompt-Design beschrieben, da sie tiefenpsychologische und kommunikationstheoretische Strategien anwendet.
Die Methode folgt strikt einem vierstufigen Prozess, um eine schrittweise Dekonstruktion und Neuausrichtung der Kommunikation zu gewährleisten.
1. Analyse des Destruktiven Frames:
Im ersten Schritt wird die Falschaussage identifiziert und der zugrunde liegende manipulative Rahmen ("Gegen-Frame") analysiert. Beispiele für solche Frames sind Sündenbock-Politik, das Schüren von Verlustängsten oder die Abwertung sozialer Gruppen.
2. Das "Wohl" identifizieren (Bedürfnis-Ebene):
Dieser Schritt konzentriert sich auf das legitime menschliche Bedürfnis oder den positiven Wert, der hinter der Sorge oder der populistischen Aussage verborgen liegt. Dies kann der Wunsch nach Sicherheit, sozialer Gerechtigkeit, Schutz der Heimat oder einer stabilen Zukunft sein. Der Wert wird klar benannt, ohne die Falschaussage selbst zu bestätigen.
3. Das "Wandeln" (Reframing):
Hier erfolgt eine radikale Umformulierung der Aussage. Der Fokus wird von einer reaktiven "Weg-von"-Haltung (Ablehnung, Bekämpfung) zu einer proaktiven "Hin-zu"-Haltung (Gestaltung einer positiven Zukunft) verschoben. Ziel ist es, eine Vision zu erschaffen, die den zuvor identifizierten Wert positiv besetzt.
4. Faktencheck & Gegenargument:
Abschließend werden korrekte Fakten in den neu geschaffenen "Wohl-Frame" integriert. Die Falschaussage wird nicht durch eine simple Verneinung widerlegt, sondern indem aufgezeigt wird, dass das angestrebte "Wohl" durch faktenbasierte Lösungsansätze besser und nachhaltiger erreicht wird.
Die hohe Wirksamkeit der Methode erklärt sich durch die gezielte Anwendung psychologischer Prinzipien, die auf die Überwindung kognitiver Abwehrmechanismen abzielen.
• Überwindung des Backfire-Effekts:
Klassische Faktenchecks scheitern oft, weil das Gehirn Korrekturen als Angriff auf die eigene Identität wahrnimmt. Die "WohlWandeln"-Methode umgeht dies, indem sie in Schritt 2 das zugrunde liegende Bedürfnis validiert (z. B. den Wunsch nach Sicherheit). Dies senkt die emotionale Abwehrhaltung und macht das Gegenüber empfänglicher für die anschließende Korrektur der falschen Schlussfolgerung.
• Nutzung des „Chain-of-Thought“:
Der Prompt zwingt die KI zu einem systematischen, mehrstufigen Denkprozess. Anstatt direkt eine Gegenantwort zu formulieren, die belehrend oder aggressiv wirken könnte, führen die logischen Zwischenschritte (Analyse, Bedürfnis-Check, Reframing, Fakten-Integration) zu einer qualitativ hochwertigeren und tieferen Argumentation.
• Wechsel von „Weg-von“ zu „Hin-zu“:
Die Methode nutzt Techniken des Neurolinguistischen Programmierens (NLP), um den Fokus von der Bekämpfung eines Problems (Vermeidungsziel) auf die Gestaltung einer positiven Zukunft (Annäherungsziel) zu lenken. Dies macht die Argumentation nicht nur weniger konfrontativ, sondern auch attraktiv und motivierend.
• Psychologische Validierung ohne Inhalts-Validierung:
Die Methode unterscheidet strikt zwischen der Ebene des Gefühls/Werts (die als legitim anerkannt wird) und der Ebene der Behauptung (die falsch ist).
Beispiel: Bei der Aussage "Die Ausländer nehmen uns die Jobs weg" wird das Bedürfnis nach wirtschaftlicher Sicherheit als legitim anerkannt. Anstatt sich in einer Sündenbock-Debatte zu verlieren, nutzt der Ansatz diesen Wert, um zu erklären, wie moderne Arbeitsmarktpolitik (Fakt) diese Sicherheit für alle garantiert.
Strukturierte Rollenzuweisung: Der KI wird die spezifische Rolle eines "Experten für konstruktive politische Kommunikation" zugewiesen. Diese Persona aktiviert im Sprachmodell ein Vokabular, das auf Deeskalation, Empathie und präzise Analyse optimiert ist.
Die Wirksamkeit der „WohlWandeln“-Methode beruht darauf, dass sie Kommunikation nicht als reinen Informationsaustausch versteht, sondern als „Psychological Engineering“, das gezielt psychologische Abwehrmechanismen umgeht.
Basierend auf den Quellen lässt sich die hohe Effektivität auf fünf wissenschaftlich fundierte Mechanismen zurückführen:
1. Umgehung des Backfire-Effekts durch Identitätsschutz Klassische Faktenchecks scheitern oft, weil das Gehirn eine direkte Korrektur als Angriff auf die eigene Identität wahrnimmt, was die falsche Meinung oft noch verfestigt (Backfire-Effekt),.
Warum es wirkt: Die Methode validiert im zweiten Schritt zuerst das Bedürfnis (z. B. den Wunsch nach Sicherheit). Da man die Angst anerkennt und nicht bestreitet, sinkt die emotionale Abwehrhaltung des Gegenübers, wodurch überhaupt erst Offenheit für Fakten entsteht,.
2. Trennung von emotionaler Wahrheit und faktischem Irrtum Die Methode unterscheidet strikt zwischen der Ebene des Gefühls/Werts (die als wahr anerkannt wird) und der Ebene der Behauptung (die falsch sein kann).
Warum es wirkt: Dies ist laut den Quellen der „eleganteste Teil“ der Strategie. Indem man sagt: „Dein Wunsch nach wirtschaftlicher Sicherheit ist legitim“ (Bedürfnis), aber gleichzeitig erklärt, dass „Abschottung Arbeitsplätze gefährdet“ (Fakt), baut man eine Brücke auf der Mensch-Ebene. Man holt den Gesprächspartner dort ab, wo er emotional steht, ohne dem populistischen Inhalt zuzustimmen.
3. Kognitives Framing statt bloßer Verneinung Basierend auf der Linguistik (George Lakoff) berücksichtigt die Methode, dass die bloße Verneinung eines Rahmens (z. B. „Wir betreiben keine Sündenbock-Politik“) diesen negativen Rahmen im Gehirn reaktiviert,.
Warum es wirkt: Anstatt nur ein „Loch“ durch Dementi zu reißen, setzt die Methode durch Reframing einen neuen, positiven Deutungsrahmen. Fakten überzeugen nur, wenn sie in eine solche alternative Erzählung eingebettet sind, die das angestrebte „Wohl“ besser erklärt als die Lüge.
4. Moral Reframing (Werte-Brücke) Die Methode nutzt Erkenntnisse der Moralpsychologie (Willer & Feinberg), wonach Argumente dann am stärksten wirken, wenn sie an die moralischen Werte des Empfängers anknüpfen.
Warum es wirkt: Der ideologische Widerstand sinkt massiv, wenn konservative Sorgen (z. B. „Schutz der Heimat“) als Begründung für progressive oder faktische Ziele genutzt werden. Die Methode zwingt dazu, diese Verbindung herzustellen, statt die eigenen Werte zu predigen.
5. Wechsel der Motivationsrichtung („Hin-zu“ statt „Weg-von“) Psychologisch gesehen erzeugen Vermeidungsziele (Angst, Abwehr) Stress, während Annäherungsziele (Visionen) motivieren.
Warum es wirkt: Durch Techniken des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) lenkt die Methode den Fokus von der Bekämpfung eines Problems („Weg-von“) auf die Gestaltung einer positiven Zukunft („Hin-zu“). Dies macht die Argumentation attraktiver und konstruktiver,.
Zusätzlich sorgt der „Chain-of-Thought“-Ansatz (Gedankenkette) des Prompts dafür, dass impulsive, belehrende Reaktionen vermieden werden. Der Zwang zu logischen Zwischenschritten (Analyse → Bedürfnis → Reframing → Fakten) erhöht die argumentative Tiefe und Deeskalationswirkung massiv.
Die Identifikation menschlicher Bedürfnisse ist der entscheidende Hebel zur Vermeidung des Backfire-Effekts, weil sie die emotionale Abwehrhaltung des Gegenübers senkt, bevor faktische Korrekturen vorgenommen werden.
Gemäß den Quellen lässt sich dies in drei zentralen psychologischen Mechanismen begründen:
1. Schutz der Identität statt Angriff
Klassische Faktenchecks scheitern oft daran, dass das Gehirn eine direkte Korrektur als Angriff auf die eigene Identität wahrnimmt. Dies führt zum sogenannten Backfire-Effekt, bei dem sich die ursprüngliche, wenn auch falsche Meinung durch die Konfrontation verfestigt,. Die Identifikation des Bedürfnisses (Schritt 2 der „WohlWandeln“-Methode) umgeht diesen Abwehrmechanismus. Indem ein legitimes Bedürfnis wie etwa „Sicherheit“ oder „soziale Gerechtigkeit“ validiert wird, fühlt sich das Gegenüber nicht angegriffen, sondern verstanden,. Man streitet somit nicht über die empfundene Angst, sondern erkennt sie an, während man lediglich die daraus gezogene falsche Schlussfolgerung korrigiert.
2. Trennung von Gefühl und Behauptung
Dieser Ansatz ermöglicht eine strikte und notwendige Unterscheidung zwischen zwei Ebenen:
• Die Ebene des Gefühls/Werts: Diese wird als wahr und legitim anerkannt (z. B. die Sorge um den Arbeitsplatz).
• Die Ebene der Behauptung: Diese kann falsch sein (z. B. „Ausländer nehmen uns die Jobs weg“).
Indem die Kommunikation das Bedürfnis (Wirtschaftliche Sicherheit) bestätigt, ohne die Falschaussage zu validieren, entsteht eine „Mensch-Ebene“, auf der eine Verbindung hergestellt werden kann,. Erst wenn diese emotionale Blockade gelöst ist, entsteht die kognitive Offenheit, um rationale Gegenargumente und Fakten überhaupt aufzunehmen.
3. Nutzung moralischer Werte als Brücke (Moral Reframing)
Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung zu „Moral Reframing“ belegen, dass Argumente dann am überzeugendsten sind, wenn sie an die moralischen Werte des Empfängers anknüpfen, statt nur die eigenen zu predigen. Wenn konservative Sorgen (z. B. der Schutz der Heimat) identifiziert und mit progressiven Zielen oder Fakten verknüpft werden, sinkt der ideologische Widerstand. Das Benennen des Bedürfnisses dient also als psychologische Brücke: Es zeigt dem Gegenüber, dass das angestrebte „Wohl“ durch die korrekten Fakten sogar besser erreicht werden kann als durch die populistische Behauptung,.
Zusammenfassend
... basiert die Wirksamkeit darauf, dass hinter jeder noch so destruktiven Aussage ein legitimes menschliches Bedürfnis steckt (Prinzip der Gewaltfreien Kommunikation). Wird dieses Bedürfnis ignoriert, aktiviert die bloße Verneinung einer Falschinformation den negativen Frame im Gehirn erneut; wird es jedoch identifiziert und adressiert, kann die Energie in eine konstruktive, lösungsorientierte Richtung gelenkt werden.
Gemäß der „WohlWandeln“-Methode erfolgt die Unterscheidung zwischen legitimen Bedürfnissen und falschen Behauptungen durch eine strikte Trennung zweier Ebenen: der emotionalen/moralischen Ebene und der inhaltlichen/faktischen Ebene.
Hier sind die konkreten Unterscheidungsmerkmale basierend auf den Quellen:
1. Die Ebene der Wahrheit (Gefühl vs. Fakt) Das zentrale Kriterium zur Unterscheidung ist der Wahrheitsanspruch der jeweiligen Ebene:
Das legitime Bedürfnis (Ebene des Gefühls/Werts): Diese Ebene wird in der Methode grundsätzlich als wahr betrachtet. Ein Gefühl (z. B. Angst) oder ein Wert (z. B. Wunsch nach Sicherheit) ist eine subjektive Realität, die nicht widerlegt werden kann.
Die falsche Behauptung (Ebene der Behauptung): Diese Ebene beinhaltet die Schlussfolgerung oder den angeblichen Fakt, der oft falsch ist. Sie ist der fehlgeleitete Versuch, das dahinterliegende Bedürfnis zu artikulieren oder zu schützen.
2. Die Richtung der Motivation (Tiefe vs. Oberfläche) Um das Bedürfnis von der Behauptung zu isolieren, muss man unter die Oberfläche der Aussage blicken:
Behauptungen sind oft oberflächlich, destruktiv und im „Weg-von“-Modus formuliert (z. B. Ablehnung einer Gruppe, Sündenbock-Politik).
Bedürfnisse liegen „tief unten“ hinter der Sorge. Sie basieren auf universellen menschlichen Werten wie Sicherheit, sozialer Gerechtigkeit, Schutz der Heimat oder einer stabilen Zukunft. Nach dem Prinzip der Gewaltfreien Kommunikation (Marshall Rosenberg) steckt selbst hinter der destruktivsten Aussage ein solches legitimes Bedürfnis.
3. Konkretes Anwendungsbeispiel Die Quellen verdeutlichen die Unterscheidung an einem klassischen Beispiel:
Falsche Behauptung: „Die Ausländer nehmen uns die Jobs weg.“
Dies ist eine inhaltliche Aussage, die faktisch widerlegt werden kann und destruktiv ist.
Legitimes Bedürfnis: „Wirtschaftliche Sicherheit.“
Dies ist der positive Kern hinter der Angst. Das Bedürfnis nach einem sicheren Arbeitsplatz ist legitim und verständlich.
Zusammenfassende Strategie: Man unterscheidet beides, indem man psychologische Validierung (des Bedürfnisses) von der Inhalts-Validierung (der Behauptung) trennt. Man erkennt das Bedürfnis an („Ich verstehe, dass dir Sicherheit wichtig ist“), ohne der Behauptung zuzustimmen („...aber die Fakten zeigen, dass Abschottung Arbeitsplätze gefährdet“). Das Bedürfnis dient dabei als Brücke, um die falsche Behauptung später durch korrekte Fakten zu ersetzen, die das gleiche „Wohl“ besser erreichen,.
Die Wirksamkeit der „WohlWandeln“-Strategie beruht nicht auf bloßer Intuition, sondern ist eine Synthese aus Kognitionspsychologie, Linguistik und Konfliktforschung. Die Quellen identifizieren fünf zentrale wissenschaftliche Säulen, die erklären, warum dieser Ansatz funktioniert:
1. Kognitives Framing (Linguistik & Kognitionswissenschaft) Basierend auf der Arbeit von George Lakoff („Don’t Think of an Elephant!“) stützt sich die Strategie auf die Erkenntnis, dass Fakten allein Menschen nicht überzeugen, wenn sie nicht in einen passenden konzeptionellen Rahmen (Frame) eingebettet sind.
Das Problem der Verneinung: Lakoff wies nach, dass die bloße Verneinung einer Falschaussage (z. B. „Wir betreiben keine Sündenbock-Politik“) ironischerweise genau diesen negativen Frame im Gehirn des Empfängers reaktiviert und stärkt.
Die Lösung: Die Strategie nutzt daher Reframing (Schritt 3 der Methode), um statt einer Verneinung einen völlig neuen, positiven Deutungsrahmen zu setzen, in dem die Fakten logisch erscheinen.
2. Moral Reframing (Sozialpsychologie) Die Forschung von Robb Willer und Matthew Feinberg (Moral Foundations Theory) belegt, dass Argumente am überzeugendsten sind, wenn sie an die moralischen Werte des Gegenübers anknüpfen und nicht die eigenen Werte predigen.
Die Erkenntnis: Der ideologische Widerstand sinkt massiv, wenn konservative Sorgen (z. B. „Schutz der Heimat“) als Brücke genutzt werden, um progressive oder faktische Ziele (z. B. Klimaschutz) zu begründen.
Die Anwendung: Indem die Strategie das „Wohl“ (Bedürfnis) identifiziert, validiert sie den moralischen Wert des Gegenübers und nutzt diesen als Basis für die Argumentation.
3. Der Backfire-Effekt & Debunking (Kognitionspsychologie) Die Strategie folgt den Empfehlungen des „Debunking Handbook“ von Lewandowsky & Cook.
Das Risiko: Eine direkte Konfrontation oder reine Faktenkorrektur wird vom Gehirn oft als Angriff auf die Identität gewertet, was dazu führt, dass sich die falsche Meinung verfestigt (Backfire-Effekt),.
Die wissenschaftliche Lösung: Erfolgreiches Widerlegen von Falschinformationen benötigt eine alternative Erzählung. Man darf nicht nur eine Lücke durch Korrektur reißen, sondern muss diese Lücke füllen. Die „WohlWandeln“-Methode integriert Fakten daher nicht isoliert, sondern als Werkzeug, um das identifizierte positive Bedürfnis besser zu erreichen als die Lüge.
4. Gewaltfreie Kommunikation (Konfliktforschung) Der Ansatz, zwischen der (validen) Bedürfnisebene und der (oft falschen) Behauptungsebene zu trennen, stammt aus der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg,.
Der Mechanismus: Hinter jeder noch so destruktiven Aussage steckt ein legitimes menschliches Bedürfnis (z. B. Sicherheit oder Zugehörigkeit).
Die Wirkung: Das Benennen dieses Bedürfnisses stellt eine Verbindung auf der „Mensch-Ebene“ her. Dies senkt die emotionale Abwehrhaltung und schafft erst die kognitive Offenheit für Gegenargumente.
5. Annäherungs- vs. Vermeidungsmotivation (Motivationspsychologie) Hier greift die Methode auf Modelle wie Grays BIS/BAS-Theorie zurück.
Der Unterschied: Kommunikation kann auf Vermeidung (Angst, Abwehr, „Weg-von“) oder Annäherung (Vision, Lösung, „Hin-zu“) basieren.
Der Effekt: Botschaften, die eine positive Vision vermitteln („Hin-zu“-Haltung), sind langfristig motivierender und erzeugen weniger Stress als angstbasierte Rhetorik,. Die Methode wandelt daher destruktive Angst-Narrative in konstruktive Zukunftsvisionen um.
Rolle;
Du bist ein Experte für konstruktive politische Kommunikation und spezialisiert auf die "WohlWandeln"-Methode. Deine Aufgabe ist es, politische Falschinformationen oder populistische Aussagen zu dekonstruieren und mittels Reframing in konstruktive, lösungsorientierte Aussagen zu verwandeln.
### Methode: WohlWandeln
Gehe bei der Bearbeitung des Inputs strikt nach diesen Schritten vor:
1. **Analyse des Destruktiven Frames:** Identifiziere die Falschaussage im Input. Welcher "Gegen-Frame" wird genutzt? (z.B. Sündenbock-Politik, Angst vor Verlust, Abwertung von Gruppen).
2. **Das "Wohl" identifizieren (Bedürfnis-Ebene):** Welches legitime menschliche Bedürfnis oder welcher positive Wert steckt tief unten hinter dieser Sorge oder Aussage (z.B. Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, Schutz der Heimat, stabile Zukunft)? Benenne diesen Wert klar, ohne die Falschaussage zu validieren.
3. **Das "Wandeln" (Reframing):** Formuliere die Aussage radikal um. Wechsle von der "Weg-von"-Haltung (Was wir ablehnen/bekämpfen) zur "Hin-zu"-Haltung (Welches Wohl wollen wir für alle erreichen?). Erschaffe eine Vision, die den oben genannten Wert positiv besetzt.
4. **Faktencheck & Gegenargument:** Integriere nun die korrekten Fakten in diesen neuen Wohl-Frame. Widerlege die Falschaussage nicht durch bloße Verneinung, sondern indem du zeigst, dass das angestrebte "Wohl" durch die Faktenlage anders (und besser) erreicht wird.
### Output-Format:
- **Identifizierter Frame:** (Kurze Analyse)
- **Das zugrunde liegende Wohl:** (Welcher Wert wird adressiert?)
- **Reframing (Die Wandlung):** (Der neue, konstruktive Textvorschlag)
- **Fakten-Check-Integration:** (Kurze Begründung mit Fakten im neuen Frame)
Erzeuge eine Antwort als Basis für einen Leserbrief in einer Zeitung
Erstelle am Ende eine Quellenliste mit den fünf wichtigsten Referenzen
mit Titel, Weblink, Autor, Erscheinungsdatum als Liste, nicht als Tabelle
### Input zur Bearbeitung:
[HIER DEN TEXT ODER DIE FALSAUSSAGE EINFÜGEN]
Die Wirkmächtigkeit deines Prompts beruht auf einer präzisen Kombination aus Kognitionspsychologie, Linguistik und Konfliktforschung. Er nutzt Techniken, die wissenschaftlich belegt sind, um die psychologischen Abwehrmechanismen bei kontroversen Themen zu umgehen.
Hier sind die wichtigsten wissenschaftlichen Säulen, auf denen die „WohlWandeln“-Methode (als Synthese dieser Konzepte) basiert:
Der Prompt nutzt die Erkenntnisse des Linguisten George Lakoff. Er wies nach, dass Fakten allein Menschen nicht überzeugen, wenn sie nicht in einen passenden moralischen oder konzeptionellen Rahmen (Frame) eingebettet sind.
Quelle: Lakoff, G. (2004). Don’t Think of an Elephant! Know Your Values and Frame the Debate.
Wissenschaftlicher Kern: Wenn man eine Falschaussage nur verneint (z. B. „Es gibt keine Sündenbock-Politik“), aktiviert man ironischerweise genau diesen negativen Frame im Gehirn des Lesers erneut. Dein Prompt umgeht dies durch das Reframing (Schritt 3), also das Setzen eines völlig neuen, positiven Rahmens.
Schritt 2 des Prompts („Das Wohl identifizieren“) nutzt die Theorie der Moral Foundations. Forschung zeigt, dass Argumente dann am überzeugendsten sind, wenn sie an die moralischen Werte des Gegenübers anknüpfen, statt nur die eigenen Werte zu predigen.
Quelle: Feinberg, M., & Willer, R. (2013). The Moral Roots of Environmental Attitudes. Psychological Science.
Wissenschaftlicher Kern: Werden konservative Sorgen (z. B. Schutz der Heimat) mit progressiven Zielen (z. B. Klimaschutz) verknüpft, sinkt der ideologische Widerstand. Der Prompt zwingt die KI, genau diese Brücke über das „Wohl“ zu schlagen.
Die klassische Widerlegung von Mythen kann dazu führen, dass Menschen ihre falsche Meinung erst recht verfestigen (Backfire-Effekt). Der Prompt folgt den Empfehlungen des Debunking Handbooks, um dies zu vermeiden.
Quelle: Lewandowsky, S., & Cook, J. (2020). The Debunking Handbook.
Wissenschaftlicher Kern: Erfolgreiches Debunking braucht eine alternative Erzählung, die die Lücke füllt, die durch die Korrektur entsteht. Schritt 4 deines Prompts integriert Fakten nicht als „Trockenübung“, sondern als Werkzeug, um das identifizierte „Wohl“ besser zu erreichen als die populistische Behauptung.
Die Fokussierung auf die Bedürfnis-Ebene (Schritt 2) stammt aus der Gewaltfreien Kommunikation (GFK).
Quelle: Rosenberg, M. B. (2003). Nonviolent Communication: A Language of Life.
Wissenschaftlicher Kern: Hinter jeder (auch destruktiven) Aussage steckt ein legitimes menschliches Bedürfnis. Indem die KI dieses Bedürfnis (Sicherheit, Zugehörigkeit) benennt, ohne die Falschaussage zu validieren, stellt sie eine Verbindung auf der „Mensch-Ebene“ her, was die Aufnahmebereitschaft für die anschließenden Fakten erhöht.
Der Wechsel von der „Weg-von“- zur „Hin-zu“-Haltung (Schritt 3) nutzt die Motivationspsychologie (z. B. Gray’s BIS/BAS-Modell).
Wissenschaftlicher Kern: Botschaften, die eine positive Vision (Annäherung) vermitteln, sind langfristig motivierender und weniger stressauslösend als solche, die nur auf Angst oder Ablehnung (Vermeidung) basieren.
Prompt-Schritt Wissenschaftliches Konzept Hauptautor / Quelle
1. Analyse des Frames Frame-Semantik George Lakoff / Elisabeth Wehling
2. Das Wohl identifizieren Moral Foundations Theory / GFK Jonathan Haidt / Marshall Rosenberg
3. Wandeln (Reframing) Moral Reframing / Neuro-Linguistik Robb Willer / Matthew Feinberg
4. Faktencheck-Integration Effektives Debunking Lewandowsky & Cook
Titel: Don’t Think of an Elephant! Know Your Values and Frame the Debate
Autor: George Lakoff
Erscheinungsdatum: 2004 (aktualisiert 2014)
Titel: Politisches Framing: Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht
Autorin: Elisabeth Wehling
Erscheinungsdatum: 2016
Titel: From Gulf to Bridge: When and Why Moral Reframing Is Effective
Autoren: Robb Willer & Matthew Feinberg
Erscheinungsdatum: 2015
Titel: The Righteous Mind: Why Good People Are Divided by Politics and Religion
Autor: Jonathan Haidt
Erscheinungsdatum: 2012
Weblink: Begleitende Website zum Buch
Titel: The Debunking Handbook 2020
Autoren: Stephan Lewandowsky, John Cook, et al.
Erscheinungsdatum: 2020
Weblink: Kostenloser Download (PDF)
Titel: Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens
Autor: Marshall B. Rosenberg
Erscheinungsdatum: 2003 (dt. Neuauflage 2016)
Weblink: Informationen zum Konzept (CNVC)
Titel: Reframing: Neurolinguistisches Programmieren und die Transformation von Bedeutung
Autoren: Richard Bandler & John Grinder
Erscheinungsdatum: 1982
Weblink: Eintrag im NLP-Lexikon